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Chemische In-situ Verfahren

Chemische In-situ Verfahren sind eine Kategorie von Technologien, bei denen Substrate gezielt in den Boden und das Grundwasser injiziert werden, um Kontaminationen effektiv zu entfernen. Diese Methoden sind besonders geeignet, wenn hohe Konzentrationen von Schadstoffen im Grundwasser vorliegen.

Chemische Verfahren

Die Stärke chemischer Verfahren liegt in ihrer Fähigkeit, den Schadstoffherd direkt zu behandeln. Durch die zielgerichtete Injektion der chemischen Mittel können die Verunreinigungen effizient beseitigt werden. Diese Verfahren zeichnen sich durch ihre Robustheit aus und sind insbesondere dort vorteilhaft, wo präzise und fokussierte Sanierungsmaßnahmen erforderlich sind.

Substrate für chemische Verfahren

Chemische Verfahren lassen sich in zwei Kategorien unterteilen, nämlich der chemischen Oxidation und der chemischen Reduktion. Für einige Schadstofftypen eignen sich nur oxidative Verfahren, für andere wie beispielsweise bei LCKW sind beide Ansätze anwendbar. Die von NTP angebotene Bandbreite derartiger Techniken umfasst alle geläufigen Reaktanden sowie Spezialmischungen, die mittels diverser Injektionsverfahren in den Untergrund injiziert werden können.

Injektionstechniken für Chemische Verfahren

Abhängig vom spezifischen Sanierungskonzept setzen wir bei chemischen Verfahren entweder Direkt-Injektionen (Direct-Push-Technologie) oder unsere innovative FASION-Anlage (Fully Automated Segmentated InjectiON) ein. Die FASION-Anlage zeichnet sich durch ihre Fähigkeit aus, automatisiert in mehr als 40 separate Pegel zu injizieren. Dies ermöglicht eine präzise und effiziente Behandlung der kontaminierten Bereiche.

Ein wesentlicher Vorteil der FASION-Anlage ist die vollständige Überwachung und Steuerung aller Injektionsprozesse über unsere Fernüberwachungstechnologie. Dies stellt sicher, dass jeder Schritt des Prozesses transparent und nachvollziehbar ist. Die genaue Kontrolle über die Gesamtmenge und Injektionsrate der eingesetzten Substanzen ermöglicht es uns, den Sanierungsprozess effektiv zu managen.

Parallel zum Sanierungsfortschritt wird ein umfangreiches Monitoring-Programm durchgeführt. Dieses dient dazu, die Entwicklung des Schadstoffabbaus zu verfolgen und zu evaluieren, um gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen und Bereiche zu identifizieren, die einer intensiveren Behandlung bedürfen.

Arbeitsschutz für chemische Verfahren

Fällt die Wahl der Sanierungstechnik auf ein chemisches oxidatives Verfahren, so müssen Umwelt- und Arbeitsschutzmaßnahmen besondere Beachtung finden. Unser Arbeitsschutzmanagement greift theoretisch sowie praktisch in alle Prozesse unserer Unternehmung. Regelmäßige Zertifizierungen belegen den verantwortungsvollen und sachkundigen Umgang mit gefährdenden Stoffen für Mensch und Umwelt

Treatment Train mit biologischen- und chemischen Verfahren

Chemische In-situ Verfahren bieten die Möglichkeit, in Kombination bzw. als Treatment Train mit biologischen In-situ Techniken verwendet zu werden. Dabei kann einer Behandlung mit chemisch oxidativen Mitteln ein aerober biologischer Abbau ggf. unter Zugabe von stimulierenden Nährstoffen folgen. Ebenso setzen nach der chemischen Reduktion in der Regel biologisch anaerobe Degradationsprozesse ein, die ebenfalls zusätzlich angeregt werden können. Es ergeben sich somit große Synergiepotentiale, die NTP Umwelt durch jahrelange Erfahrungen auszuschöpfen und zu optimieren weiß.

flüssigkeitsgetragene Chemische Oxidation (ISCO)
gasgetragene Chemische Oxidation (ISCO)
Chemische Reduktion (ISCR)
Für mehr Informationen kontaktieren Sie bitte
Gerard Borggreve
Geschäftsleiter In-Situ Sanierungen